“Salz & Suppe” – Stuttgart im Dialog

Mit dem Projekt Salz & Suppe startet die Stadt Stuttgart eine innovative Form der Bürgerbeteiligung: An Stuttgarter (Ess-)Tischen werden stadtweit Dialoge über soziale, kulturelle und räumliche Grenzen hinweg initiiert.

Das Leben in Stuttgart wird vielseitiger. Die Bewohnerschaft in Stuttgart und vor allem in den einzelnen Quartieren verändert ihr Gesicht im Zuge von demografischem Wandel und dem Zuzug von Menschen zunehmend. Die Bandbreite an verschiedenen Interessen sowie die vielen unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründe bringen neue Anforderungen an das Zusammenleben mit sich. Wie kann im Kontext dieser Veränderungen ein nachbarschaftliches Miteinander entstehen?
Unserer Meinung nach durch ein Projekt wie Salz & Suppe, das die Vielfalt an Sichtweisen und Erfahrungen zum Thema und damit zur Diskussion macht.

Das Ziel von Salz & Suppe ist es, diesen Prozess zu fördern und die unterschiedlichsten Stuttgarter/innen an einen gemeinsamen Tisch zu bringen. Dabei steht die erfolgreiche Vernetzung ganz unterschiedlicher Stadtbewohner/innen Stuttgarts und die Förderung eines gesellschafts- und stadtteilübergreifenden Dialogs im Vordergrund.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet hier alles kurz erklärt:
https://www.salz-suppe.de/kurz-erklaert
sowie hier in aller Ausführlichkeit:
https://www.salz-suppe.de.
Und zur Anmeldung – übrigens noch bis zum 31. März 2016 – geht’s hier:
https://www.salz-suppe.de/anmelden.

Fördermittel und Workshops für Stadtteilvernetzer

Starthilfe der Stiftung Mitarbeit für bürgerschaftliche Initiativen
Mit bis zu 500 Euro fördert die Stiftung Mitarbeit unbürokratisch kleine bürgerschaftliche Initiativen auf kommunaler Ebene die sich neu gründen, um zusammen ein gemeinwesenorientiertes Projekt umzusetzen.
http://www.mitarbeit.de/foerderung.html

“Lebendige Nachbarschaft gestalten” – ein internetgestützter Workshop in Bielefeld vom 21.4.-7.7.2016
Dieser Workshop bietet die Gelegenheit, sich mit dem Thema Nachbarschaft zu befassen und gemeinsam mit einem Partner das Konzept für ein eigenes Nachbarschaftsnetzwerk zu entwickeln. Der Workshop ist in der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit angesiedelt. Er richtet sich hauptsächlich an Interessenten aus NRW, Teilnehmer/innen aus anderen Bundesländern müssen im Vorfeld Rücksprache mit der Workshopleiterin halten http://nachbarschaft-heute.de/workshops/

“Zur Rolle von Genossenschaften in der Quartiersentwicklung”
Am 20.4.2016  findet die gleichnamige Veranstaltung in Moers statt.  Sozial- und Stadtteilgenossenschaften geraten zunehmend in den Fokus von Quartiersvernetzern. Stadtteilgenossenschaften können einen Beitrag im Rahmen von Quartiersentwicklungsprozessen leisten, und zwar sowohl im Hinblick auf die lokale Ökonomie als auch zur Ergänzung der kommunalen Organisation der Daseinsfürsorge.http://www.ev-laboratorium.de/index.php?article_id=4&pid=151&goto=4

“Hilfe, die genau passt – Case-Management im Quartier”
Die Samariter-Stiftung bietet am 22.-23.6.2016 ein gleichnamiges Seminar in Nürtingen, das sich an Quartierskoordinator/inn/en, Hausleitungen, soziale Dienste richtet. Das Konzept des quartiersbezogenen Case Managements plus die Arbeit in Netzwerken soll hier vorgestellt und vermittelt werden, Nähere Infos gibt es bei Frau Sendker
http://www.samariterstiftung.de/mitarbeit/fort-und-weiterbildung/

Kooperation mit Migrantenvereinen im Quartier

Beim Stadtteilvernetzer-Treffen am 18.02.2016 im Alten Feuerwehrhaus Süd ging es thematisch um die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund ins Quartier. Die Vereine, die von Migranten gebildet werden, spielen für die Integration eine sehr wichtige Rolle, weil sie Mittler sein können zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und den alteingesessenen Vereinen und Bürgern. Welche Migrantenvereine gibt es eigentlich in Stuttgart und was machen sie inhaltlich?

Frau Alterio vom Stuttgarter Forum der Kulturen und Herr Radoicic vom serbischen Akademikernetzwerk “Nikola Tesla” klärten uns auf. Im Forum der Kulturen sind 150 Migrantenvereine organisiert, insgesamt gibt es 350 solcher Vereine in der Stuttgarter Datenbank des Forums. Die Vereine sind sehr unterschiedlich: es gibt Vereine mit langer Tradition und Neugründungen; die Inhalte der Vereine reichen von Volkstanz, über Musik, Literatur, Sprache bis zu Hausaufgabenhilfe, Seniorennachmittagen und Sport. Die Vereine sind stadtweit organisiert (oder sogar über die Stadt hinaus), d.h. das Quartier steht räumlich nicht im Mittelpunkt der Vereinsaktivitäten.

Das Forum der Kulturen berät und fördert seit 18 Jahren Migrantenvereine und versucht Kooperationen zu schmieden zwischen “migrantischen” und “einheimischen” Vereinen. Die zentrale Plattform sind dafür die Projekttage, die alljährlich vom Forum organisiert werden. Weiterlesen

“Stadtlücken” – eine Webseite sammelt Stuttgarter Lücken und Initiativen

Es gibt ein neues Blog in Stuttgart: “Stadtlücken” sammelt Stuttgarter Lücken aller Art: Baulücken, Zeitlücken, Wissenslücken, Soziale Lücken usw. und versteht sich als Netzwerk “zum gemeinsamen Entwickeln von Anwendungen für Lücken in der Stadt Stuttgart. Für mehr Recht auf Stadt! (…) Stadtlücken bieten potentielle Angriffspunkte und Möglichkeiten, im immer enger werdenden Stuttgart dennoch Initiative zu ergreifen. Bereits bestehende Projekte sollen vernetzt als auch kombiniert werden. Wir sehen darin die Chance, für gemeinsamen Raum und für das Recht auf Stadt ein Bewusstsein zu schaffen. Die Stadt gehört ihren Bewohnern und soll von diesen mitgestaltet werden. Recht auf Stadt in Stuttgart soll dabei erprobt, experimentiert, weiterentwickelt und als Grundsatz implementiert werden”.

Viele interessante Initiativen in Stuttgart werden auf der Webseite gesammelt, – die Bandbreite reicht vom “Freundeskreis Weltkulturerbe Streuobstlandschaften” über den Leerstandmelder, plattsalat, der Socialbar hin zu Initiativen aus den Bereichen von Kunst und Architektur. Auch wir Stadtteilvernetzer sind auf der Webseite schon aufgelistet…..

Einmal im Monat laden die Macher/innen der Stadtlücken ins Theater Rampe ein, zu einem Gespräch über “Wem gehört die Stadt?”. Die Termine stehen hier.

Fachtagung “Gesund älter werden in Untertürkheim”

Untertürkheimer Bürgerinnen und Bürger, Vereine  und Organisationen, die sich um die Belange Älterer kümmern, sind eingeladen zur Fachtagung “Gesund älter werden in Untertürkheim”, die am 3. Februar 2016 von 14.30 bis 19.00 Uhr im Katholischen Gemeindezentrum St. Johannes stattfindet.

Das Gesundheitsamt Stuttgart präsentiert Daten einer Umfrage unter Untertürkheimer Bürgerinnen und Bürgern, die aufzeigen, welche Stadtteilangebote von den Älteren schon angenommen werden und wo noch Bedarfe existieren, die nicht gedeckt sind. Zu einem gesunden Leben im Alter gehören nicht nur Gesundheitsversorgung und Prävention, sondern auch die Bereiche Leben und Wohnen, soziale Kontakte und Begegnungsmöglichkeiten. In unterschiedlichen Arbeitsgruppen sollen die Teilnehmer der Tagung ihre Erfahrungen und Vorschläge für den Stadtbezirk einbringen.

Das detaillierte Programm finden Sie hier.

Inklusionsprojekt “Zeit zum Tanzen”

Getanzte Inklusion – so nennt Jutta Schüle ihre Tanz-Workshops, die sie immer wieder in verschiedenen Stadtteilen von Stuttgart anbietet.
Inklusion ist für sie zur Lebensaufgabe geworden – Barrieren tanzt sie einfach weg!

Auf ihrer Homepage http://www.zeit-zum-tanzen.de steht:
»Unser Ziel ist, durch Musik und Bewegung den Körper, den Geist und die Seele zu stärken, gemeinsam Spaß zu haben, Berührungsängste abzubauen, sich kennenzulernen, Kondition, Koordination, Beweglichkeit und Körpergefühl zu stärken, durch gute Gespräche und fröhliches Miteinander auch jene ermuntern, dabei zu sein, die nicht tanzen möchten.«

In ihren monatlich stattfindenden Tanztreffs im Tanzlokal “Melodie” in Bad Cannstatt kann jeder kommen, jeder mitmachen (auch ohne Tanzpartner) und Tanzen können ist ebenfalls keine Voraussetzung, um dabei zu sein.

Und zu den Tanz-Workshops von Jutta Schüle, die mehrmals im Jahr in wechselnden Veranstaltungsorten und Stadtteilen stattfinden, lädt sie alle Menschen ein, die gerne in einer Gruppe tanzen möchten – Menschen mit Behinderung, Handicap oder psychischen Erkrankungen, Menschen mit Migrationshintergrund oder solchen, die sich beim Kontakte knüpfen schwer tun. Alle sind herzlich dazu eingeladen. Veranstaltungen und Termine stehen hier: http://www.zeit-zum-tanzen.de/termine/.

Fragen und Anmeldungen nimmt Jutta Schüle gerne entgegen:
Tel. 0177-5992982   –   E-Mail: zeit-zum-tanzen@gmx.de

Ein Porträt über Jutta Schüle und ihr Engagement steht in der Stuttgarter Zeitung vom 4.11.2015:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.jutta-schuele-im-portraet-die-one-woman-show.

Das Salz in der Suppe sein …

“SALZ und SUPPE – Stuttgart im Dialog”
Unter diesem Thema wird die Landeshauptstadt ab 2016 ein neues Bürgerbeteiligungs-Projekt “servieren” – um den milieuübergreifenden Dialog in den unterschiedlichen Stadtteilen zu lokalen Themen zu “würzen”. Ziel ist es u. a., Nachbarschaftsnetzwerke über soziale, kulturelle und quartiersbezogene räumliche Grenzen hinweg aufzubauen und zu fördern.
Salopp ausgedrückt: Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, mit neuen Rezepten das Zusammenleben in ihrem Quartier und übergreifend für die gesamte Stadt real und virtuell vernetzt nachhaltig zu gestalten.
Wer beim Lesen auf den Geschmack gekommen ist: Hier steht alles über SALZ und SUPPE.

“Soziale Zukunft Wohnquartier” – Altenhilfeträger fordern Quartiersstrategie

Die Samariterstiftung, die Stiftung Liebenau, der Württembergische Evangelische Fachverband für Altenhilfe und die AG katholischer Heime und Einrichtungen der Altenhilfe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben sich zum Initiativkreis “Soziale Zukunft Wohnquartier” zusammengeschlossen und fordern eine Quartiersstrategie für Baden-Württemberg.

In diese Quartiersstrategie sollen Kommunen, die Wohlfahrtspflege, Wohnungswirtschaft zivilgesellschaftliche Organisationen etc. eingebunden werden. Im Quartier wird die Zukunft gesehen: “Wir brauchen (…) eine Rückbesinnung auf die Handlungskräfte des lokalen Raumes und der dort lebenden Menschen (…). Hierzu ist aber ein grundlegender Paradigmenwechsel hin zu einer konsequenten Sozialraum- und Quartiersorientierung erforderlich. In diesem Sinne müssen alle Akteure, welche die Sozial- und Lebensverhältnisse vor Ort beeinflussen, umdenken und ihr Handeln neu ausrichten.” (Quelle)

Zu diesem Thema gab es auch ein Fachgespräch in Ulm, wo sich ein informelles Bündnis “Soziale Zukunft Wohnquartier” in Baden-Württemberg formierte. Ein zweiseitiges Papier mit Vorschlägen für eine Quartiersstrategie soll an die Politik im Land übermittelt werden:
15_10_02_Vorschläge_Quartiersstrategie_Baden-Württemberg.

Wer beim Bündnis mitmachen möchte, kann mit Herrn Schlegel von der Samariter-Stiftung Kontakt aufnehmen.

Am Bündnis nimmt auch die LAG Soziale Stadtentwicklung teil, die selbst zu einem Netzwerktreffen am 13.11.2015 in Bruchsal einlädt (Der Link zur Einladung: 2015_11 13_LAG 12. Netzwerktreffen_Gemeinwesenarbeit).

Auch auf Bundesebene gibt es Altenhilfeträger, die sich für eine Pflege im Sozialraum einsetzen: Auf der Webseite des Netzwerks “Soziales neu gestalten” finden sich hierzu weitere interessante Informationen.

Treffen zum Thema “Nachbarschaftsgruppen”

Morgen, am 7. Oktober 2015, trifft sich von 16-19 Uhr die Stuttgarter Plattform für selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen im treffpunkt 50plus im Rotebühlzentrum. Im Mittelpunkt steht das Thema “Nachbarschaftsgruppen”.

Auf dieser Veranstaltung wird die neue Web-Karte für Nachbarschaftsgruppen auf unserer Stadtteilvernetzer-Webseite vorgestellt werden.  Ferner präsentieren unterschiedliche Nachbarschaftsgruppen ihr Projekt, darunter u.a.  die bürgerschaftliche Initiative der Altenknüpfer aus dem Scharnhauser Park, das Netzwerk Neue Nachbarschaften aus Möhringen und eine Nachbarschaftsgruppe, die professionelle Unterstützung hat.